Elektrotechnik-Lehrmeister Peter Keller.
Bildungsakademie Waldshut
Freut sich über die neuen technischen Möglichkeiten in der Bildungsakademie Waldshut: Elektrotechnik-Lehrmeister Peter Keller.

Mit Spaß an der Wissensvermittlung

Peter Keller lehrt Elektrotechnik in der Bildungsakademie Waldshut

Jungen Menschen etwas beizubringen liegt ihm einfach. 2019 hat der Waldshut-Tiengener Elektromeister Peter Keller diese Leidenschaft zum Beruf gemacht und unterrichtet mittlerweile nicht nur Auszubildende an der Bildungsakademie in Waldshut.

„Ich hatte schon immer einen Bezug zur Ausbildung. Es macht mir richtig Spaß, mein Wissen den Auszubildenden weiterzugeben und zu sehen, wie sie sich entwickeln. Das erfüllt mich“, so Keller. Als Lehrmeister im Elektrotechnikerhandwerk betreut er die überbetriebliche Ausbildung an der Bildungsakademie, nebenbei leitet er die Weiterbildung „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ und engagiert sich im Projekt „Ab ins Handwerk!“ für Arbeitssuchende.

Herausforderungen durch Pandemie

Es ist ein Arbeitsalltag, der aktuell stark von der Corona-Pandemie geprägt ist. „Wir haben mehr Kurse, da wir die Gruppengrößen in der überbetrieblichen Ausbildung reduziert haben. Einerseits ist das positiv, da man mehr auf die Einzelnen eingehen kann. Andererseits gibt es Verschiebungen, trotzdem müssen natürlich alle zur Prüfung vorbereitet sein. Hier wird alles dafür getan, dass wir einen Regelbetrieb fahren können“, berichtet Keller.

Für den Elektroinstallateurmeister ist es essentiell, dass der Unterricht weiterlaufen kann: „Die überbetriebliche Ausbildung vermittelt Kenntnisse und Fähigkeiten, die oftmals in dieser Intensität vom Betrieb nicht vermittelt werden können und hat daher einen gewichtigen Einfluss. Viele würden sich ohne diese Ausbildung bei der Prüfung schwertun.“

Modernisierung des Elektrotechnik-Bereichs

Die modernen Strukturen in der Bildungsakademie Waldshut erleichtern ihm seine Arbeit ungemein. „Während des ersten Lockdowns habe ich alle Unterlagen meines Vorgängers digitalisiert und neue Pläne erstellt. Ich arbeite jetzt im Unterricht mit einem Smartboard. Das ist ein Quantensprung“, erzählt Keller, der sich bereits auf die geplanten Umbaumaßnahmen im Elektrotechnik-Bereich freut.

Die Vorbereitung für die Komplettumgestaltung läuft bereits. Spätestens 2024 soll die Modernisierung der Praxis- und Laborräume finalisiert werden. „Wir bekommen neue Plätze mit Multimediamöglichkeiten und Boxenräume mit einer besseren Aufteilung. Da Christian Herz, Leiter der Bildungsakademie Waldshut, selbst Meister im Elektrotechnikerhandwerk ist, hat er einen großen Bezug dazu und die Pläne lassen Freude aufkommen“, so Keller.

Persönliche Weiterbildung

Stillstand gibt es für den passionierten Rennradfahrer nicht. Keller selbst lebt die persönliche Weiterentwicklung. Nach einer KNX-Zertifizierung, einem weltweiten Standard in der Gebäudeautomation, hat er sich jüngst als E-Didaktik-Experte im Handwerk weiterbilden lassen. Dass die Bildungsakademie Waldshut lebenslanges Lernen propagiert, kommt ihm entgegen.

„Die Kurse in der Bildungsakademie machen mir Spaß. Ich kann mir ständig neue Ideen einfallen lassen, da ist viel Kreativität gefragt. Sowieso: Es entwickelt sich immer alles weiter“, so Keller.

Der Umbau in der Bildungsakademie Waldshut

In der Bildungsakademie Waldshut stehen weitere Umbaumaßnahmen an. Aktuell läuft die Planung für die Umgestaltung der Lern- und Praxisräume im Elektrotechnik-Bereich. 2023 soll die Modernisierung beginnen. „Wir müssen den kompletten Umbau im laufenden Betrieb umsetzen. Dafür werden wir sicherlich noch enger mit unserem Lernortkooperationspartner, der Gewerbeschule, zusammenarbeiten“, berichtet Christian Herz, Leiter der Bildungsakademie Waldshut.

Neben der Ausstattung sollen auch die Inhalte der Ausbildung zeitgemäßer ausgerichtet werden. Um dies stemmen zu können, werde die Handwerkskammer einen Förderantrag bei Bund und Land einreichen, wie Georg Hiltner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz, berichtet.

„Wir wollen mehr mobile, flexible Arbeitsplätze einrichten, damit individueller auf die Gruppen eingegangen werden kann. Aber auch methodisch und didaktisch werden wir uns durch den Einsatz digitaler Technik neu aufstellen und den Unterricht noch besser an die aktuellen Erfordernisse anpassen“, so Hiltner.